Großeinsatz im Abschnitt: Güterwaggons mit Elektroautos in Brand
Ein Großeinsatz forderte am Dienstagabend die Feuerwehren des Abschnitts Schwechat-Stadt: Auf der Bahnstrecke beim Zentralverschiebebahnhof Kledering waren mehrere umgestürzte Güterwaggons, beladen mit Elektroautos, in Brand geraten. Gemeinsam mit Feuerwehren aus dem Bezirk Bruck an der Leitha und dem Umland standen 18 Feuerwehren mit über 180 Mitgliedern rund sechs Stunden im Einsatz. Verletzt wurde niemand.
Alarmierung und Brandbekämpfung
Um 17:32 Uhr wurden die FF Schwechat-Kledering und die FF Schwechat alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule zu erkennen, die Alarmstufe wurde sofort auf B3 erhöht. Die Einsatzleitung übernahm die FF Schwechat-Kledering unter OBI Christoph Schwaighofer. Laufende Explosionen der Fahrzeugakkus und der hohe Löschwasserbedarf an der exponierten Einsatzstelle machten den Einsatz besonders fordernd. Nach rund eineinhalb Stunden, um 19:10 Uhr, war der Brand gelöscht.
Der Abschnitt im Einsatz
Sechs der sieben Feuerwehren des Abschnitts waren an der Einsatzstelle:
FF Schwechat-Kledering: Einsatzleitung, Brandbekämpfung, Absicherung der Gleisseite während der Bergung
FF Schwechat: Brandbekämpfung, Ausleuchtung mit der Drehleiter, Atemschutzsammelplatz
FF Schwechat-Rannersdorf: Brandbekämpfung, Temperaturkontrolle, Einrichtung des Dekontaminationsplatzes
FF Schwechat-Mannswörth: Brandbekämpfung und Unterstützung an der Einsatzstelle
BTF Flughafen Wien: Flugfeldlöschfahrzeug als zentrale Einspeisestelle für die Löschwasserversorgung
BTF Brauerei Schwechat: Löschwasserversorgung mit dem Tanklöschfahrzeug, Unterstützung bei der Bergung mit dem Kran
Unterstützung aus Bezirk und Umland
Zwei Drohnen der FF Himberg verschafften nach dem Löschen ein Lagebild aus der Luft und suchten mit Wärmebildkameras nach weiteren Brandherden. Der Schadstoffberatungsdienst und der Dekontaminationszug der FF Möllersdorf führten Messungen durch und dekontaminierten die eingesetzte Mannschaft. Mit dem Kran der FF Mödling und Wechselladefahrzeugen der Feuerwehren Leopoldsdorf, Lanzendorf, Mannersdorf, Brunn am Gebirge, Achau, Biedermannsdorf und Kottingbrunn wurden sechs Fahrzeuge geborgen und zum Umweltschutzgleis des Zentralverschiebebahnhofs gebracht. Ebenfalls vor Ort waren die BTF ÖBB und die Berufsfeuerwehr Wien.
Umweltschutz in Abstimmung mit Behörden und ÖBB
Die Wasserrechtsbehörde der BH Bruck an der Leitha und die Gewässeraufsicht waren an der Einsatzstelle, alle Maßnahmen wurden mit ihnen, dem Schadstoffberatungsdienst und der ÖBB-Einsatzleitung abgestimmt. Um 23:33 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet, die Brandsicherheitswache übernahm die Betriebsfeuerwehr der ÖBB.
„Der hohe Löschwasserbedarf der brennenden Elektrofahrzeuge war an dieser exponierten Stelle die größte Herausforderung. Mit ausgezeichneter Ausrüstung und der Professionalität der Feuerwehren aus Schwechat und dem Umland hatten wir rasch alle nötigen Kräfte vor Ort und einen schnellen Löscherfolg. Das Wichtigste aber: Trotz der großen Schadenslage wurde niemand verletzt”, so Einsatzleiter OBI Christoph Schwaighofer.
Das Abschnittsfeuerwehrkommando bedankt sich bei allen eingesetzten Feuerwehren sowie bei Polizei, Rotem Kreuz, ÖBB und Behörden für die hervorragende Zusammenarbeit.
📸 AFKDO Schwechat-Stadt | FF Leopoldsdorf | FF Himberg
© AFKDO Schwechat-Stadt | BFKDO Bruck an der Leitha





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