Ausgedehnter Feldbrand fordert 10 Feuerwehren und 120 Einsatzkräfte
- Alexander Frauneder

- 27. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Am Samstag, dem 27. Juni 2026, kam es im Gemeindegebiet Mannswörth zu einem ausgedehnten Feldbrand, der zu einem der größten Vegetationsbrände der letzten Jahre wurde.
Alarmierung und erste Lageeinschätzung
Um kurz vor 13 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Mannswörth, Schwechat und Schwadorf zunächst zu einem Vegetationsbrand (B1) zwischen dem Flughafen Wien und der Bundesstraße B10 alarmiert. Das tatsächliche Ausmaß des Brandes war zum Zeitpunkt der Alarmierung noch nicht bekannt – doch schon auf der Anfahrt war eine massive Rauchsäule am Himmel zu sehen.
Die Einsatzkräfte versuchten zunächst taktisch, eine weitere Ausbreitung der rasch voranschreitenden Flammen zu verhindern. Ein anwesender Landwirt unterstützte dabei tatkräftig mit einem Grubber und bearbeitete angrenzende Felder, um dem Feuer die Nahrung zu entziehen.
Nachalarmierung und Unterstützung
Angesichts der extremen Temperaturen von über 30 Grad, des raschen Ausbreitungsgrades und der körperlich anspruchsvollen Löscharbeiten entschied die Einsatzleitung, weitere Feuerwehren zur Unterstützung zu rufen. Um 13:15 Uhr wurde auch die Bezirksdrohnengruppe des BFKDO Bruck an der Leitha – stationiert bei der Feuerwehr Himberg – zur Einsatzstelle nachalarmiert.
In weiterer Folge rückten die Freiwilligen Feuerwehren Rannersdorf, Kledering, Fischamend, Rauchenwarth und Ebergassing sowie die Betriebsfeuerwehr Flughafen Wien-Schwechat an und entlasteten die bereits erschöpften Kräfte der ersten Stunde.
Wasserversorgung und Drohneneinsatz
Die Wasserversorgung stellte aufgrund der Lage abseits des Ortsnetzes eine besondere Herausforderung dar. Über einen organisierten Pendelverkehr aller verfügbaren Tanklöschfahrzeuge zu den nächstgelegenen Hydranten im Concorde Business Park Schwechat konnte die Löschwasserversorgung dauerhaft sichergestellt werden.
Die Drohnengruppe des BFKDO lieferte wertvolle Luftaufnahmen, mit denen das Ausmaß des Brandes erstmals vollständig erfasst werden konnte. Aufgrund der behördlich festgelegten Flugverbotszone rund um den Flughafen Wien war ein direkter Überflug des Brandgebietes nicht möglich, weshalb die Drohnen nicht für die gezielte Glutnestsuche eingesetzt werden konnten. Dennoch unterstützten die Bilder die Einsatzleitung wesentlich bei der Koordination.
Ausmaß des Brandes
Insgesamt standen rund 35 Hektar Feld sowie zwei Windschutzgürtel mit einer Länge von jeweils mehreren hundert Metern in Vollbrand. In den Windschutzgürteln mussten zahlreiche Glutnester aufgespürt und gezielt abgelöscht werden. Teils bereits von innen brennende Baumstämme wurden gefällt, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.
Gesundheitliche Ausfälle
Die extreme Hitze forderte ihren Tribut: Sechs Feuerwehrmitglieder erlitten hitzebedingte gesundheitliche Probleme, zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Das Rote Kreuz Schwechat war durchgehend vor Ort und versorgte die Betroffenen professionell.
Einsatzende
Nach rund sechs Stunden schweißtreibender Arbeit konnten die ersten Einheiten gegen 19 Uhr abgezogen werden. Erst gegen 20 Uhr war die vollständige Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge, Gerätschaften und Mannschaften wiederhergestellt.
Dank
Das Abschnittsfeuerwehrkommando Schwechat-Stadt dankt allen rund 120 Einsatzkräften der beteiligten Feuerwehren für ihren unermüdlichen Einsatz unter extremen Bedingungen:
FF Schwechat-Mannswörth, FF Schwechat, FF Schwadorf, FF Schwechat-Rannersdorf, FF Schwechat-Kledering, FF Fischamend, FF Rauchenwarth, FF Ebergassing, FF Himberg (inkl. Bezirksdrohnengruppe), BTF Flughafen Wien-Schwechat sowie dem Roten Kreuz Schwechat.
Ein besonderer Dank gilt auch dem Landwirten, der spontan und unbürokratlich mit seinem Grubber half.
Gut Wehr!
© AFKDO Schwechat-Stadt | BFKDO Bruck an der Leitha






















Kommentare